Cookie-Banner prüfen
Ergebnis des DSGVO-Checks verstehen
Keine externen Fonts, kein Tracking vor Einwilligung, Pflichtseiten vorhanden.
Nächster Schritt: Bei jeder Änderung an Plugins oder eingebundenen Diensten erneut prüfen.
Zum Beispiel direkt eingebettete YouTube-Videos, Google Maps oder reCAPTCHA.
Nächster Schritt: 2-Klick-Lösung oder datensparsame Alternative einsetzen.
Google Fonts extern, Tracking vor Einwilligung oder fehlendes Impressum.
Nächster Schritt: Technisch beheben – meist an einem Tag erledigt.
Abmahnsicher machenWir beheben alle technischen Funde – Google Fonts, Tracking, Consent-Tool, eingebettete Dienste – und prüfen danach erneut.
Kostenlose ErstberatungWas macht einen Cookie Banner DSGVO-konform?
Nach § 25 TTDSG und der DSGVO müssen Einwilligungen für nicht-essenziell Cookies freiwillig, informiert, spezifisch und unmissverständlich sein. Ein Cookie Banner ist nur dann rechtskonform wenn er alle folgenden Kriterien erfüllt:
| Kriterium | Konform | Nicht konform |
|---|---|---|
| Ablehnen-Option | ✅ Genauso prominent wie "Akzeptieren" | ❌ Nur im Kleingedruckten oder fehlend |
| Vorauswahl | ✅ Keine Kategorien vorausgewählt | ❌ Analytics, Marketing vorausgewählt |
| Informationstiefe | ✅ Klare Übersicht aller Cookie-Kategorien | ❌ Nur "Wir nutzen Cookies" ohne Details |
| Widerruf | ✅ Einwilligung jederzeit widerrufbar | ❌ Kein Link zur Einwilligungsverwaltung |
| Gleiche Leichtigkeit | ✅ Ablehnen so einfach wie Akzeptieren | ❌ Ablehnen erfordert mehrere Klicks |
| Kein Scrolling = Einwilligung | ✅ Explizite Handlung erforderlich | ❌ "Durch Weitersurfen stimmen Sie zu" |
Illegale Dark Patterns — diese Muster sind verboten
| Dark Pattern | Beschreibung | Rechtsstatus |
|---|---|---|
| Hide-and-Seek | "Ablehnen" nur nach mehreren Klicks durch verschachtelte Menüs erreichbar | Illegal (EuGH C-673/17) |
| False Hierarchy | "Akzeptieren" in kräftigem Grün, "Ablehnen" in grauem Klein-Text | Illegal (EDPB Guidelines 03/2022) |
| Pre-ticked Boxes | Marketing- oder Analytics-Cookies bereits angehakt | Illegal (Planet49-Urteil EuGH) |
| Continuous Nudging | Banner erscheint erneut nach Ablehnen und fragt wiederholt | Illegal |
| Cookie Wall | Website nur nutzbar nach Cookie-Einwilligung (ohne gleichwertige Alternative) | In den meisten Fällen illegal |
Bußgelder für fehlerhafte Cookie Banner
- TikTok (2023): 345 Millionen Euro — Cookie Banner für Minderjährige manipulativ gestaltet
- Criteo (2023): 40 Millionen Euro — keine gültige Einwilligung für Tracking
- EDF (2021): 600.000 Euro — vorausgewählte Cookies im Banner
- Kleinunternehmen: Abmahnungen durch Wettbewerber ab wenigen Hundert Euro bis mehrere Tausend Euro
Was unser Check am Cookie Banner prüft
Unser DSGVO-Check analysiert Ihren Cookie Banner automatisch und bewertet die wichtigsten Konformitätskriterien: Vorhandensein eines Banners, Gleichwertigkeit der Optionen, vorausgewählte Kategorien, Widerrufs-Link und Tracking-Aktivierung vor Einwilligung.
Schritt für Schritt: DSGVO-konformen Cookie Banner einrichten
Ein rechtskonformer Cookie Banner braucht nicht kompliziert zu sein. Diese Schritte genügen für die meisten KMU-Websites:
1Welche Cookies setzt Ihre Website?
Scannen Sie Ihre Website mit einem Cookie-Scanner. Trennen Sie technisch notwendige Cookies (Session, Login) von nicht-essentiellen (Analytics, Marketing).
2Consent-Management-Tool wählen
Borlabs Cookie (WordPress, einmalig ~39 EUR), Cookiebot (SaaS, ab 0 EUR/Monat für kleine Sites) oder Usercentrics (Enterprise). Für kleine WordPress-Sites ist Borlabs die günstigste Lösung.
3Korrekte Kategorien konfigurieren
Google Analytics, Facebook Pixel und Social Plugins müssen in der Kategorie "Marketing" eingetragen sein — und dürfen nur nach aktiver Einwilligung laden.
4Widerruf-Link in die Datenschutzerklärung
Pflicht: Ein Link zum erneuten Öffnen der Cookie-Einstellungen muss in der Datenschutzerklärung und idealerweise im Footer stehen.
Cookie-Consent-Tools im Vergleich
| Tool | Preis | DSGVO | WordPress | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| Borlabs Cookie | ~39 EUR (einmalig) | Konform | Ja (Plugin) | Günstig für KMU, einfach einzurichten |
| Cookiebot | Ab 0 EUR/Monat | Konform (EU) | Plugin verfügbar | Kostenlos für < 100 Seiten, skalierbar |
| Usercentrics | Ab ~40 EUR/Monat | Enterprise-Level | Ja | Für größere Sites, umfangreiches Reporting |
| Consentmanager | Ab 0 EUR | Konform | Ja | Deutschsprachig, gute Dokumentation |
| Nur Hinweis-Banner | 0 EUR | Nicht konform | Ja | Ohne echte Opt-in-Option rechtlich unzureichend |
Was tun bei einer Abmahnung wegen Cookie-Banner?
Abmahnungen wegen fehlerhafter Cookie-Consent-Umsetzung haben in den letzten Jahren zugenommen. Bei Erhalt einer Abmahnung:
- Nicht sofort unterschreiben — die geforderte Unterlassungserklärung kann sehr weitreichend sein
- Anwalt einschalten — im Datenschutzrecht erfahrene Kanzleien können die Forderung oft reduzieren
- Sofort beheben — den Banner rechtskonform umzusetzen ist die wichtigste Maßnahme
- Dokumentieren — Screenshot des alten und neuen Banners, Datum der Änderung sichern
Cookie Banner Ihrer Website prüfen
Kostenloser Check — wir sehen sofort ob Ihr Banner DSGVO-konform ist oder Nachbesserungsbedarf hat.
Jetzt prüfen →Beratung anfragenHäufige Fragen
Was macht einen Cookie Banner DSGVO-konform?Echte Opt-in-Einwilligung (keine Vorauswahl), Ablehnen genauso einfach wie Akzeptieren, vollständige Information über alle Cookies, Widerruf jederzeit möglich, keine Dark Patterns. Was sind Dark Patterns beim Cookie Consent?Manipulative Gestaltungsmuster: Ablehnen versteckt, Akzeptieren-Button dominant, vorausgewählte Cookies, wiederholtes Aufpoppen nach Ablehnen. Alle illegal nach DSGVO und TTDSG. Welche Bußgelder drohen für fehlerhafte Banner?Von Abmahnungen durch Wettbewerber bis zu Millionen-Bußgeldern durch Datenschutzbehörden. TikTok erhielt 2023 ein 345-Millionen-Euro-Bußgeld für manipulative Cookie-Banner. Brauche ich einen Cookie Banner?Ja, wenn Ihre Website nicht-essenziell Cookies setzt (Analytics, Marketing, Social Plugins). § 25 TTDSG macht eine vorherige Einwilligung zwingend erforderlich.Cookie Banner und KI-Tools: Neue DSGVO-Anforderungen 2024/2025
Mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Tools auf Websites entstehen neue Consent-Fragen:
- ChatGPT-Widget / OpenAI-Einbindung: Wenn Nutzeranfragen an OpenAI-Server übertragen werden, ist das eine Datenverarbeitung die im Cookie-Banner und der Datenschutzerklärung erwähnt werden muss.
- KI-Chatbots (Tidio, Intercom, Crisp): Oft werden Konversationen auf US-Servern gespeichert — Pflichtangaben in der Datenschutzerklärung, Einwilligung vor Aktivierung.
- Personalisierungstools: KI-gestützte Personalisierung (Produktempfehlungen, dynamische Inhalte) gilt als Tracking — Einwilligung erforderlich.
Cookie-Kategorien richtig konfigurieren
| Kategorie | Einwilligung erforderlich? | Beispiele |
|---|---|---|
| Technisch notwendig | Nein | Session-Cookie, Login, Warenkorb, CSRF-Schutz |
| Präferenzen / Funktional | Ja (empfohlen) | Spracheinstellung, Dark Mode, gespeicherte Formularwerte |
| Statistiken / Analytics | Ja | Google Analytics, Matomo mit IP-Tracking, Hotjar |
| Marketing / Targeting | Ja | Facebook Pixel, Google Ads Remarketing, LinkedIn Insight Tag |
Matomo kann ohne Einwilligung betrieben werden wenn es vollständig anonymisiert ist (IP anonymisiert, kein Fingerprinting, kein Cross-Site-Tracking) — Google Analytics/GA4 hingegen nie.
Wie oft sollte ein Cookie-Banner geprüft werden?
Ein einmal eingerichteter Banner veraltet schnell:
- Nach jeder Änderung eingesetzter Dienste (neues Analytics-Tool, neues Widget)
- Nach Updates von Consent-Management-Tools
- Mindestens jährlich: prüfen ob alle aktuellen Cookies korrekt kategorisiert sind
- Nach neuen Gerichtsentscheidungen oder Behördenvorgaben (die Rechtslage ändert sich)
Die 5 häufigsten Cookie-Banner-Fehler in der Praxis
Aus unseren täglichen DSGVO-Website-Checks wissen wir: Diese 5 Fehler kommen am häufigsten vor:
- Google Analytics lädt vor der Einwilligung: Das passiert wenn GA im Seitenquellcode direkt eingebunden ist statt über den Tag Manager mit Einwilligungs-Trigger. Ein Consent-Check zeigt das sofort.
- Nur ein "OK"-Button ohne Ablehnen-Option: Banners aus 2018-2020 haben oft keinen gleichwertigen Ablehnen-Button — unrenoviert und heute nicht mehr rechtskonform.
- Facebook Pixel immer aktiv: Das Pixel lädt häufig auch ohne Einwilligung, weil es direkt im Theme oder Plugin hartkodiert ist statt über den Consent Manager gesteuert.
- Cookie-Banner auf Unterseiten fehlt: Nutzer die über Google direkt auf eine Unterseite kommen, sehen nie den Banner — das Cookie setzt trotzdem. Prüfen Sie alle Einstiegsseiten.
- Einwilligung läuft nicht ab: DSGVO verlangt regelmäßige Erneuerung der Einwilligung. Viele Tools setzen die Einwilligung auf 1–2 Jahre Ablaufzeit — das ist akzeptabel, aber prüfen Sie ob Ihr Tool das konfiguriert hat.
Rechtslage in Österreich und der Schweiz
Die DSGVO gilt in allen EU-Mitgliedstaaten einheitlich — aber Österreich und die Schweiz haben zusätzliche Eigenheiten:
- Österreich: Die österreichische Datenschutzbehörde (DSB) hat 2022 Google Analytics wegen Cookie-Tracking ohne gültige Rechtsgrundlage für unzulässig erklärt (DSB-D213.728/0008-DSB/2022). Das war europäweit das erste solche Urteil und hat die Diskussion über US-Tools in der EU entscheidend beeinflusst.
- Schweiz: Das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG, in Kraft seit September 2023) entspricht weitgehend der DSGVO. Cookie-Consent-Anforderungen sind ähnlich — Unternehmen die in der Schweiz tätig sind, müssen beide Regelwerke berücksichtigen.
Für DACH-weite Websites empfehlen wir einen Cookie-Banner der die strengsten Anforderungen aller drei Länder erfüllt — dann sind Sie überall auf der sicheren Seite.
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