E-Mail-Security-Lösungen wie Barracuda, Microsoft Defender und Hornetsecurity gelten als etablierte Schutzmechanismen gegen Spam, Malware und Phishing. Dennoch zeigen aktuelle Vorfälle und Analysen:
Viele Angriffe werden trotz dieser Lösungen nicht gestoppt – besonders wenn DMARC falsch konfiguriert ist oder gar fehlt.
Der Grund ist einfach: Moderne Phishing-Kampagnen agieren auf einem völlig neuen Level, umgehen Filter intelligent und nutzen Schwächen in der Domain-Authentifizierung konsequent aus.
Warum Phishing trotz Enterprise-Security-Lösungen weiter durchkommt
1. Social Engineering schlägt Technik
Phishing-E-Mails werden heute so echt gestaltet, dass selbst die beste Filter-Engine an Grenzen stößt.
Angreifer nutzen:
- authentisch wirkende Branding-Elemente
- kompromittierte legitime Absender
- täuschend echte Login-Seiten
- KI-optimierte Texte ohne typische Fehler
Selbst wenn Barracuda, Defender oder Hornet Inhalte korrekt scannen, ist der Mensch der letzte Angriffspunkt.
2. Fehlkonfigurierte DMARC-Einträge sind ein Einfallstor
Viele Unternehmen glauben, DMARC „irgendwie“ richtig eingerichtet zu haben – doch die Realität sieht anders aus:
- fehlende SPF-Alignments
- DKIM-Keys ohne Rotation
- DMARC auf
nonestattquarantineoderreject - fehlende Reporting-Auswertung
- Drittanbieter-SaaS-Systeme ohne SPF/DKIM-Einbindung
Ergebnis: Angreifer können Domains spoofen, ohne dass es jemand bemerkt.
Solange DMARC nicht korrekt durchgesetzt wird, können selbst teure Security-Lösungen die Authentizitätsprüfung nicht kompensieren.
3. „Secure By Default“ bedeutet nicht „vollständig geschützt“
Viele Unternehmen verlassen sich zu sehr auf die Standard-Konfigurationen ihrer E-Mail-Security-Anbieter.
Doch die Realität:
- Defender benötigt proaktive Konfiguration, bevor Zero-Day-Schutz greift.
- Barracuda-Modelle lassen sich durch sehr neue oder seltene Angriffsvektoren umgehen.
- Hornetsecurity stoppt vieles – aber nicht jedes Business-Email-Compromise (BEC).
Angreifer wissen genau, wie diese Systeme arbeiten – und passen ihre Kampagnen entsprechend an.
DMARC ist Pflicht – aber nur korrekt konfiguriert
DMARC entfaltet seine volle Wirkung erst, wenn:
- SPF & DKIM sauber aligned sind
- alle legitimen Absender integriert wurden
- die Policy auf quarantine oder reject steht
- tägliche oder wöchentliche Reports analysiert werden
- ein SOC oder Security-Team Abweichungen erkennt und reagiert
DMARC ist kein „Set & Forget“.
Es ist ein laufender Prozess, der überwacht und optimiert werden muss.
Was Protecta360 empfiehlt
1. Professionelle DMARC-Implementierung
Wir sorgen dafür, dass DMARC, SPF und DKIM komplett, fehlerfrei und sicher eingerichtet sind – inklusive Reporting, Monitoring und automatischer Auswertung.
2. Phishing-Simulationen & Awareness-Trainings
Technik stoppt nicht alles – deshalb trainieren wir Mitarbeitende realitätsnah und kontinuierlich.
3. Ergänzende Threat-Intelligence
Phishing-Muster ändern sich täglich. Protecta360 liefert aktuelle Threat-Feeds, die Filter wesentlich wirkungsvoller machen.
4. Security-Monitoring rund um die Uhr
Wir beobachten Domain-Missbrauch, Spoofing-Versuche und verdächtige E-Mail-Aktivitäten in Echtzeit.
Fazit
Barracuda, Microsoft Defender und Hornetsecurity sind starke Tools – aber nicht ausreichend, wenn DMARC falsch konfiguriert oder ganz deaktiviert ist.
Moderne Phishing-Angriffe sind so gut, dass sie selbst High-End-Sicherheitslösungen teilweise umgehen.
Die Kombination aus korrekt umgesetzter Domain-Authentifizierung, menschlicher Awareness und einem proaktiven Security-Monitoring ist heute unverzichtbar.
